Mehdi Ebrahimzadeh

Wir von der Linkspartei des Iran sind der Meinung, dass der Übergang zu so einem demokratischen System durch die Schaffung von Solidarität und Einigung zwischen den Bürgerbewegungen zustande kommen sollte. Wir sehen uns nicht als alleinige Alternative zum Regime. Unserer Meinung nach ist ein alternatives System zur IRI eine demokratische und säkulare Republik, die mit der Stimme der Bevölkerung an die Macht kommt und dem Volk gegenüber rechenschaftspflichtig ist.

Am 17.September 1992 um 22.50Uhr betrat das Todeskommando der Islamischen Republik das Hinterzimmer des Restaurants und erschoss gezielt Dr. Sharafkandi und seine Freunde. Sharafkandi, Fattah Abdoli und Homayoun Ardalan waren auf der Stelle tot, Nouri Dehkordi starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich und vier weitere Personen waren Überlebende dieses brutalen Massakers.

Was wir in den letzten Wochen in ganz Europa gesehen haben, in Berlin, Paris, London, Manchester, Liverpool, Frankfurt, Amsterdam und vielen anderen europäischen Städten, war in erster Linie ein Zeichen der Solidarität mit den amerikanischen Demonstranten, aber vor allem eine Reaktion gegen rassistische Gewalt, Rassismus und rassistischen Rechtspopulismus in Europa und für Gerechtigkeit und eine Art globale interkontinentale Solidarität, für Frieden, Gewaltlosigkeit, gegen Rassismus und Faschismus, gegen Rechtspopulismus sowie für Gerechtigkeit und Umwelt.

Die moderne Zivilgesellschaft erwies sich als zu schwach, um dem starken Bündnis der Religiösen und der unumstrittenen Führung Khomeinis etwas entgegenzusetzen. Die Religiösen entschieden das Rennen um die Gunst der benachteiligten sozialen Schichten für sich. Diese sahen in der religiösen Bewegung den Ausweg aus der sozialen Stigmatisierung. Khomeini nannte sie die "schwach Gehaltenen" (Mostazafin). Khomeini setzte auf den Hass der "Mostazafin" gegen die "Mostakberin", wörtlich zu übersetzen in "die Arroganten".